Weiterbildung zur Fachkraft für Tiergestützte Intervention

Welche Gründe sprechen für die Weiterbildung bei uns?

Zertifizierung

Unsere Weiterbildung ist von der „International Society for Animal Assisted Therapy“ (ISAAT) anerkannt. Das heißt sowohl die Lerninhalte als auch die Studien- und Prüfungsordnung entsprechen internationalen Standards.

Erfahrung

Mit über 10 Jahren Erfahrung und mehr als 300 Menschen mit Handicap, die ich erfolgreich auf dem Weg zu einer optimierten Lebensqualität begleiten und fördern durfte, darf ich heute mit Stolz behaupten, mir einen Monopol- und Expertenstatus im Bereich der tiergestützten Intervention mit Bauernhoftieren aufgebaut zu haben.

Kompetenz

Sie werden von namenhaften und hochqualifizierten Dozentinnen und Dozenten in unterschiedlichen Berufsfeldern unterrichtet.

Tierethik

Bei uns hat der ethische Umgang mit den Bauernhoftieren oberste Priorität. Das bedeutet zum Beispiel, dass die tierischen Mitarbeiter selbst entscheiden, ob und in welcher Form sie in Beziehung mit den Menschen treten wollen. Diese Freiheit gilt sowohl in der tiergestützten Intervention als auch in all meinen Seminaren und der berufsbegleitenden Weiterbildung.

Wissenschaft

Unsere Weiterbildung vermittelt umfassend wissenschaftliche Befunde und Forschungsergebnisse zur tiergestützten Intervention. Sie erhalten eine Vielzahl an Skripten und Präsentationen, die eigens für die Weiterbildung erstellt wurden, sowie Handouts von allen Dozentinnen und Dozenten.

Sicherheit für Mensch und Tier

Die Absolventen/-innen lernen in der Weiterbildung ihr Wissen in ihrem jeweiligen Grundberuf professionell umzusetzen. Somit ist ein artgerechter Umgang mit den Bauernhoftieren, wie auch die Sicherheit und umfassende Versorgung der verschiedensten Klienten/-innen gewährleistet. 

Zugang auch für Bauer/Bäuerinnen

Unsere praxisorientierte Weiterbildung richtet sich sowohl an Menschen mit einer pädagogischen, therapeutischen, medizinischen oder sozialen Ausbildung, ebenso aber auch an Landwirt/-innen, die sich im Anschluss der Weiterbildung verpflichten im Team mit Therapeuten/Pädagogen zu arbeiten.

Praxis

Unsere Weiterbildung ist praxisorientiert und auf die tiergestützte Arbeit mit Bauernhoftieren ausgerichtet. Ziel ist es Menschen zum achtsamen und respektvollen Einsatz von Bauernhoftieren in ihrem Berufsfeld zu befähigen

Welche Inhalte erwarten Dich?

Der Bauernhof ist ein idealer Ort, um Menschen emotional zu berühren und zu ihren Wurzeln zurück zu führen. Besonders für Menschen mit Handicaps sind auf dem Bauernhof durch die sinnstiftenden Arbeiten und die tierischen Bewohner positive Erlebnisse und berührende Momente möglich. Angesichts zunehmender psychischer Erkrankungen und alten Menschen in unserer Gesellschaft, wächst der Bedarf an entsprechenden Angeboten stetig.

Welche Ziele strebt die berufsbegleitenden Weiterbildung an?

Diesem Trend entsprechend, wollen wir mit unserer berufsbegleitenden Fachkraftweiterbildung Menschen aus unterschiedlichen Berufsfeldern lehren, wie sie landwirtschaftliche Nutztiere gezielt in ihrem Berufsfeld oder unter fachkompetenter Einbindung für pädagogische bzw. therapeutische Zwecke bei unterschiedlichen Zielgruppen einsetzen können. Unsere praxisorientierte Weiterbildung richtet sich sowohl an Menschen mit einer pädagogischen, therapeutischen, medizinischen oder sozialen Ausbildung, ebenso aber auch an Landwirt/innen, die sich im Anschluss der Weiterbildung verpflichten im Team mit Pädagogen, Therapeuten o.ä. zu arbeiten. Davon unbetroffen sind Menschen, die über beide Grundqualifikationen verfügen, sprich doppelt qualifiziert sind.

Die Lerninhalte umfassen folgende Schwerpunkte:

Die Weiterbildung vermittelt Erfahrungen, Kenntnisse und Fähigkeiten u.a. aus den Bereichen

  • Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung
  • Helfende und heilende Wirkung von Bauernhoftieren und dem Umfeld Bauernhof
  • Qualitätsstandards in der tiergestützten Arbeit auf dem Bauernhof
  • Hygienische Voraussetzungen für den pädagogischen / therapeutischen Einsatz von Bauernhoftieren, Hygieneplan
  • Methoden der pädagogischen und therapeutischen Arbeit mit Bauernhoftieren in verschiedenen Berufsfeldern und Anwendungsgebieten
  • Artgerechte Nutztierhaltung, Versorgung, Betreuung und Krankheiten von Nutztieren
  • Ethische Fragen, Rechte der Bauernhoftiere im pädagogischen /therapeutischen Kontext
  • Erziehung und Ausbildung von Bauernhoftieren
  • Organisation der beruflichen Rahmenbedingung für den Einsatz von Bauernhoftieren
  • Entwicklung eines individuellen, tragfähigen Konzeptes für die Zukunft

Modul 1

Der Mehrwert des Bauernhofes und deren tierischen Bewohner für die tiergestützte Intervention

Zu Beginn der Weiterbildung erlernen die Absolventen/-innen die Grundlagen jeder tiergestützten Arbeit. Dazu gehören die allgemeinen Definitionen und Begrifflichkeiten der tiergestützten Arbeit, sowie deren Problematik, die Geschichte und Entwicklung der Mensch-Tier-Beziehung, darauf bezogene Erklärungsansätze und Modelle, die Wirkmechanismen der Mensch-Tier-Beziehung und bereits vorhandene wissenschaftliche Untersuchungen.

Bereits im ersten Modul erarbeiten die Teilnehmer/-innen ihre eigenen persönlichen/ familiären und betrieblichen Ziele für die spätere Umsetzung der tiergestützten Arbeit am Bauernhof und entwickeln Ideen und Perspektiven, wie sie die tiergestützte Arbeit konkret auf „ihrem“ Bauernhof umsetzen können.

Modul 2

Bauernhoftiere bewegen Menschen

Lehrinhalt des zweiten Moduls sind verschiedene Handlungsfelder für die tiergestützte Arbeit am Bauernhof. Die Teilnehmer/-innen erhalten humanmedizinische Grundkenntnisse zu den Klienten-Zielgruppen, erfahren typische Verhaltensweisen und Krankheitsbilder unterschiedlicher Klientelgruppen und werden zu einem fachgerechten Umgang mit den Bedürfnissen der Klienten angeleitet. 

Modul 3

Von der Anamnese bis zu Evaluation

Den Lehrgangsteilnehmer/-innen werden ethische Lehrinhalte vermittelt.

Dabei spielt das Thema Lernen und Kommunikation von Mensch und Tier, sowie das Erlernen von Stresssignale bei den einzelnen Bauernhoftiere zu erkennen und deren Ausdrucksverhalten richtig zu deuten, eine zentrale Rolle.

Darauf aufbauend erlernen sie den didaktischen Aufbau einer tiergestützten Einheit. über die Durchführung von Anamnesegesprächen, die Festlegung pädagogisch/ therapeutischer Förderziele bis hin zur Dokumentation und anschließender Evaluation der Fördereinheiten.

Modul 4 – 5

Betriebswirtschaft und Marketing

Grundlage für eine gewinnbringende und erfolgreiche tiergestützte Arbeit sind richtige Arbeitsplanung, wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit/ Werbemaßnahmen sowie die Entwicklung der eigenen Marke. Die beiden Module dienen dazu den Teilnehmer/-innen Anstöße zu geben, welche Möglichkeiten dabei bestehen und sie dabei anzuleiten, konkret ihre eigenen Maßnahmen zu planen und zu entwickeln. Außerdem beschäftigen sich die Teilnehmer/-innen mit der Wirtschaftlichkeitsanalyse der eigenen tiergestützten Arbeit.

Modul 6 – 11

Bauernhoftiere als tierische Mitarbeiter

In den Praxismodulen erwerben die Lehrgangsteilnehmer/-innen Kenntnisse über eine artgerechte Nutztierhaltung und die Nutztierethologie von Schaf, Kuh und Co., die richtige Ernährung und Pflege, sowie weitere Maßnahmen der Gesunderhaltung der Tiere. Diese bedingen wiederum den jeweiligen Einsatz der Tiere – und dessen Grenzen – in der tiergestützten Intervention.

Nach welchen methodischen Grundsätzen richtet sich
die Weiterbildung?

Gezielter Einsatz von Bauernhoftieren

Um dauerhaft Wirkungen im Sinne einer Steigerung der Lebens­qualität aller Be­teiligten zu erzielen, dürfen wir Begegnungen zwischen Menschen und Tieren nicht dem Zufall überlassen. Ziel ist, die Chancen, die der Umgang mit Bauern­hof­tieren Menschen bietet, zu erkennen und optimal zu nutzen. Besonderes Augen­merk liegt dabei auf dem Schutz der Bauernhoftiere. Denn grundsätzlich gilt, kein Tier darf aus­genutzt, instru­men­talisiert und/oder über­fordert werden. Tier­ge­stützte Arbeit bedeutet immer auch tiergeschützte Arbeit.

Haltung und Einstellung zu Mensch und Tier

Unsere Fach­kraft­weiter­bildung für tiergestützte Arbeit erfolgt me­tho­den­übergreifend. Grundlage ist eine empathische und wert­schätzende Haltung, die sich an der interpersonellen und lö­sungs­orientierten Therapie, sowie am Konzept der gewaltfreien Kom­munikation orientiert. Diese Grundhaltung gilt sowohl für Mensch als auch für das eingesetzte Tier.

 

Vertrauensvolle Mensch-Tier-Beziehung

Grundlage jeder tier­gestützten Inter­ven­tionen ist eine liebevolle Beziehung zwischen Be­zugsperson und Bauern­hoftier. Bestehen hier eine sichere Bindung und ver­trauensvolle Beziehung, dann kann der Aufbau einer dynamischen Be­ziehung zwischen Klient, Fachkraft und Tier gelingen.

Methodisches Vorgehen

In den Präsenzseminaren hören wir vorwiegend Vorträge von fachlich hoch qualifizierten Dozentinnen und Dozenten. Ergänzt werden diese durch Dis­kussionen, praktischen Übungen, Demonstrationen und Rollensimulationen. Durch die unterschiedlichen Grundberufe der Teil­nehmer/-innen besteht die Möglichkeit, verschiedene Erfahrungen zu sammeln und auszutauschen. Zwischen den Seminar­blöcken wird das theo­retische Wissen durch das Lernen auf einer E-Learning Plattform vertieft.

Für wen eignet sich die Weiterbildung?

Unsere praxisorientierte Weiterbildung richtet sich an alle Menschen, die mit (ihren) Bauernhoftieren eine vertrauensvolle Mensch-Tier Beziehung aufbauen, leben und vertiefen wollen, sich persönliches Wachstum wünschen und bereit sind, Grenzen zu überwinden, um sich mit neuen Ressourcen und Fähigkeiten in ihrem Berufsfeld erleben zu können.

Wo stehe ich nach der Weiterbildung?

Ziel der berufsbegleitenden Weiterbildung ist es, Menschen zum achtsamen und respektvollen Einsatz von Bauernhoftieren in ihrem Berufsfeld zu befähigen. Aufbauend auf deiner eigenen beruflichen Qualifikation bist du nach der Weiterbildung in der Lage, dich als nach ISAAT Richtlinien zertifizierter Experte im Fachbereich der tiergestützten Arbeit zu positionieren, den Einsatz von Bauernhoftieren im tiergestützten Setting zu planen und ggf. Einheiten in Kooperation mit entsprechenden pädagogisch / therapeutisch arbeitenden Personen und Einrichtungen durchzuführen.

Welche Fähigkeiten sollte ich für die Weiterbildung mitbringen?

Grundsätzlich wird eine ethische Grundhaltung mit Wertschätzung und Offenheit im Umgang mit Mensch und Tier erwartet, ebenso wie eine stabile, belastungsfähige und ausgeglichene Persönlichkeit mit ausgeprägter Empathie für soziale, pädagogische und therapeutische Aufgabenstellungen. Eine hohe Affinität zur Arbeit mit Mensch und Tier und die Bereitschaft zur (Selbst-)Reflexion und für (Selbst-)Veränderungen sind außerdem wichtige Voraussetzungen.

Bewerbungen sind zur Zeit noch möglich!
Haben Sie weitere Fragen? Dann nehmen Sie Kontakt auf.

Downloads:

Modulhandbuch

Modulhandbuch_2023.pdf
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[349.6 KB]

Studien- und Prüfungsordnung

Studien-und-Pruefungsordnung_2023.pdf
Adobe Acrobat Dokument [210.4 KB]

Seminarplanung

Seminarplanung_2023.pdf
Adobe Acrobat Dokument [320.9 KB]

Unsere Weiterbildung ist zertifiziert!

Die Weiterbildung zur Fachkraft für den Einsatz von landwirtschaftlichen Nutztieren in Therapie und Pädagogik wurde von dem „International Society for Animal Assisted Therapy“ (ISAAT) geprüft und anerkannt.