Unsere Tiere – einzigartig und unersetzlich

Unsere tierischen Co-Therapeuten

Ziege Josy

Vorbildliche Fitnesstrainerin

Alter: 3 Jahre
Rasse: Zwergziege
Charakter:
Neugierig, vital und lernbegeistert
Lieblingsort: Unsere Therapieweide mit ihren vielen Spiel- und Klettermöglichkeiten

Josy ist eine einzigartige Ziege. Die Dreijährige kam zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Gipsy und ihrer Mutter vor zwei Jahren auf unseren Bauernhof. Ihr leichter Schrägbiss und ein Läppchen am Ohr machen sie schon äußerlich zum Original. Die Kinder lieben sie aber auch wegen ihres Wesens. Josy ist neugierig, aktiv und kontaktfreudig. Anders als viele ihrer forschen Artgenossen lässt sich sie Zeit bei der Kontaktaufnahme. Genau diese Mischung aus Neugier, Lebendigkeit und Sensibilität macht sie so wirksam in der tiergestützten Förderung. 

Bei Jannis hat sie wahre Wunder bewirkt. Der Elfjährige wurde viel zu früh geboren, sein Körper hat sich spät entwickelt. Bewegungen fallen ihm schwer. Allzu leicht gerät er aus dem Gleichgewicht: erst körperlich, dann seelisch. Üben ist angesagt, aber mühsam. Doch sobald Josy kommt, strahlt Jannis. Er möchte Schritt halten, über Stock und Stein, Hindernisse und kleine Hügel folgen. Dabei trainiert er unbewusst sein Gleichgewicht und seine Reaktionsfähigkeit.

Josy fordert ihn, ohne zu überfordern. Sie wartet, stupst ihn sanft an, ermutigt ihn auf ihre eigene Weise. Die Bewegung wird zum Spiel, zum Abenteuer, zum gemeinsamen Erfolg. In diesen Momenten erlebt Jannis etwas, das sonst selten passiert: Er spürt seine Fähigkeit, seine eigene Stärke. Stolz ruft er: „Ich war heute fast so schnell wie Josy!“ Josy zeigt ihm, dass ein bisschen „anders sein“ kein Hindernis ist, die Welt zu erobern.

Unsere tierischen Co-Therapeuten sind keine „Nutztiere“.

Sie werden nicht eingesetzt, sondern mit Bedacht einbezogen – behutsam, in ihrem Tempo, und nur dann, wenn sie bereit sind.

Jede Begegnung mit unseren Klient:innen ist freiwillig. Zeigt ein Tier Unwohlsein oder Desinteresse, darf es sich zurückziehen – ganz selbstverständlich.

Einige Tiere begleiten uns regelmäßig in der tiergestützten Arbeit, andere nur gelegentlich. Doch sie alle bleiben – nicht, weil sie „funktionieren“, sondern weil sie dazugehören.

Sie sind Teil unseres Teams. Und Teil unseres Hofes. Ein Leben lang.

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