Unsere Tiere – einzigartig und unersetzlich
Unsere tierischen Co-Therapeuten
Eselstute Mia
Die Chefin unter den Eseln
Alter: 9 Jahre
Rasse: Hauseselin
Charakter: Souverän, charakterstark und selbstbestimmt
Lieblingsbeschäftigung: Spazieren gehen
Eselstute Mia hat ihre Mutter Safira schon früh verloren. Deswegen mag sie gar nicht allein sein. Doch an der Seite ihres Eselfreundes Luis agiert sie mutig und selbstbewusst. Ihre besonderen Stärken zeigt sie bei der tiergestützten Arbeit mit schwerstmehrfachbehinderten Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen.
Wie bei Vanessa. Die 19-Jährige leidet unter einer ausgeprägten Spastik, die ihren ganzen Körper in Spannung hält. Ihre Hände sind oft so verkrampft, dass selbst einfache Bewegungen unmöglich erscheinen. Bis Mia zu ihr kommt. Die sensible Eselin stupst sie vorsichtig mit ihren weichen Nüstern an und erkundet behutsam ihre Hände. Und plötzlich lösen sich die verkrampften Finger ein wenig. Vanessa berührt das Fell und wagt ein paar winzige Streicheleinheiten. Mia spürt Vanessas Unsicherheit und reagiert darauf mit Feingefühl. Sie bleibt einfach da: neugierig, sanft und offen. So kann Vanessa einen Moment der Selbstwirksamkeit, ein Stück Freiheit, einen Hauch von Normalität erleben.
Jede Berührung, jedes Stupsen, jede Millimeter-Bewegung zeigt: Auch kleine Schritte können ein großes Glück sein.
Unsere tierischen Co-Therapeuten sind keine „Nutztiere“.
Sie werden nicht eingesetzt, sondern mit Bedacht einbezogen – behutsam, in ihrem Tempo, und nur dann, wenn sie bereit sind.
Jede Begegnung mit unseren Klient:innen ist freiwillig. Zeigt ein Tier Unwohlsein oder Desinteresse, darf es sich zurückziehen – ganz selbstverständlich.
Einige Tiere begleiten uns regelmäßig in der tiergestützten Arbeit, andere nur gelegentlich. Doch sie alle bleiben – nicht, weil sie „funktionieren“, sondern weil sie dazugehören.
Sie sind Teil unseres Teams. Und Teil unseres Hofes. Ein Leben lang.


