Unsere Tiere – einzigartig und unersetzlich
Unsere tierischen Co-Therapeuten
Kuh Paula
Der ruhende Pol unter den Tieren
Alter: 15 Jahre
Rasse: Fleckvieh x Angus-Kreuzung
Charakter: ruhig, rhythmisch und gemütlich
Lieblingssnack: Äpfel
Einsatzbereiche: Förderung von Körperwahrnehmung, Koordination und sozialem Lernen
Paula hat Glück gehabt, als wir sie auf der Suche nach einer gutmütigen Kuh gefunden haben. Denn auf ihrem Milchviehbetrieb sollte sie geschlachtet werden: Ihr erstes Kalb hatte sie verloren, und als Milchkuh war sie kein Gewinn. Schon bei unserer ersten Begegnung haben wir ihre Bestimmung zur Co-Therapeutin gespürt. Da Paulas Besitzer sie mit der Flasche aufgezogen haben, war sie von Geburt an mit Menschen vertraut.
Für ihre Rettung hat uns die inzwischen 16-jährige Kuh reich belohnt. Denn der enge Körperkontakt mit der 700 Kilogramm schweren Kuh wirkt für Kinder mit schwerer Mehrfachbehinderung wie eine Physiotherapie.
Bestens bewährt hat sich Paula bei der schwerstmehrfachbehinderten und blinden Maria. Diese hat wegen ihrer Hirnschädigung starke Spastiken. Ihr linker Arm, ihre linke Hand und ihr linkes Bein sind quasi dauerangespannt, verhärtet und versteift. Um Marias Sinne anzuregen und sie zu entspannen, legen wir sie bäuchlings ausgestreckt auf den breiten, warmen Kuhrücken und streicheln ihren verkrampften Arm. Der gemächliche Rhythmus, in dem Paula atmet und wiederkäut, und die Körperwärme wirken wie eine Massage und Fangopackung zugleich. Nach einiger Zeit lösen sich Marias gekrümmte Finger und liegen locker in Paulas dichtem Fell. Nicht nur Paula hat Glück gehabt.
Unsere tierischen Co-Therapeuten sind keine „Nutztiere“.
Sie werden nicht eingesetzt, sondern mit Bedacht einbezogen – behutsam, in ihrem Tempo, und nur dann, wenn sie bereit sind.
Jede Begegnung mit unseren Klient:innen ist freiwillig. Zeigt ein Tier Unwohlsein oder Desinteresse, darf es sich zurückziehen – ganz selbstverständlich.
Einige Tiere begleiten uns regelmäßig in der tiergestützten Arbeit, andere nur gelegentlich. Doch sie alle bleiben – nicht, weil sie „funktionieren“, sondern weil sie dazugehören.
Sie sind Teil unseres Teams. Und Teil unseres Hofes. Ein Leben lang.
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