Unsere Tiere – einzigartig und unersetzlich

Unsere tierischen Co-Therapeuten

Schaf Schnucky

Die Schmuserin unter unseren Tieren

Alter: 7 Jahre
Rasse: Kamerunschaf
Charakter:
liebevoll, geduldig und total verschmust
Lieblingsbeschäftigung: Kuscheln bis zum umfallen

Als sich Schnucky in einem Tiergehege voller Vertrauen vor meine Füße legte, war es gleich um mich geschehen. Dieses Kamerun-Schaf musste ich haben! Bereits einen Tag später zogen Schnucky und ihre lieben Lämmer Molly und Lucy zu uns auf den Hof.
Schnucky ist bis heute das „Königstier“ meiner tiergestützten Arbeit. Das sensible Mutterschaf liebt die Nähe von Menschen und bleibt dabei stets feinfühlig – eine ideale Partnerin für Kinder, die Ruhe und Zeit benötigen.

So wie beispielsweise Aron. Der Schüler mit einer Autismus-Spektrum-Störung ist den vielen Eindrücken, die im Alltag auf ihn einstürmen, einfach nicht gewachsen. Vor lauter Unruhe ist er ständig unterwegs. So kann er sich weder aufs Lernen konzentrieren noch mit seinen Mitschüler*innen interagieren. Kommt er angestürmt, gehen ihm seine Klassenkamerad*innen aus dem Weg. Ein ehrliches Feedback auf sein Verhalten – aber Frust pur für den Neunjährigen.

Auch bei uns ist Aron zunächst sehr hibbelig. Nur die besonnenen Schafe beruhigen ihn. Besonders, wenn sie zum Wiederkäuen im Stroh der Begegnungsbucht liegen. Nach einigen Runden im Stall kommt Aron buchstäblich runter. Er zieht seine Schuhe und Socken aus, und damit seine Unruhe und lässt sich auf den Schoß der Lehrkraft fallen. Er lässt es zu, dass wir seine Füße in die Wolle von Schnucky betten. Seine Finger greifen in ihr dichtes Fell. Immer wieder schaut und riecht er an seinen Handflächen, die voller Wollfett sind. Seine Mimik entspannt sich. Er nimmt den Kopf von Schnucky in die Hände und betrachtet sie seelenruhig. Hier gelingt, was im schulischen Kontext bisher nicht möglich war: Aron kommt zur Ruhe und knüpft Kontakte.

Unsere tierischen Co-Therapeuten sind keine „Nutztiere“.

Sie werden nicht eingesetzt, sondern mit Bedacht einbezogen – behutsam, in ihrem Tempo, und nur dann, wenn sie bereit sind.

Jede Begegnung mit unseren Klient:innen ist freiwillig. Zeigt ein Tier Unwohlsein oder Desinteresse, darf es sich zurückziehen – ganz selbstverständlich.

Einige Tiere begleiten uns regelmäßig in der tiergestützten Arbeit, andere nur gelegentlich. Doch sie alle bleiben – nicht, weil sie „funktionieren“, sondern weil sie dazugehören.

Sie sind Teil unseres Teams. Und Teil unseres Hofes. Ein Leben lang.

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