Unsere Tiere – einzigartig und unersetzlich
Unsere tierischen Co-Therapeuten
Wagyu-Rind Luna
Luna macht ängstliche Kinder mutig
Alter: 4 Jahre
Rasse: Schwarzbunt-Wagyu-Kreuzung
Charakter: ihr Vertrauen muss man sich erst erarbeiten
Lieblingsbeschäftigung: Rücken kratzen an den Bürsten im Stall
Unser Wagyu-Rind Luna ist das „scheue Reh“ unter unseren Bauernhoftieren. Anders als ihre Artgenossin und Lehrerin Paula mag sie sich nicht von jedem Menschen sofort berühren und streicheln lassen. Wer Luna nahekommen möchte, muss viel Zeit, Geduld und vor allem Demut mitbringen. Auch wir mussten uns ihr Vertrauen erst verdienen, als Luna vor vier Jahren zu uns kam. Täglich setzten wir uns zu ihr in den Stall oder auf die Weide, zunächst mit ganz viel Abstand. Tag für Tag durften wir uns etwas näher zu ihr gesellen und sie schließlich auch anfassen.
Als Förderschüler Luca Luna auf der Weide besucht, bleibt sie anfangs reserviert und abwartend. Doch dieses Verhalten kennt der Achtjährige schon. Denn mit seiner Autismus-Spektrum-Störung fällt es auch ihm schwer, Freundschaften zu schließen. Es scheint, als lebe er in seiner eigenen Welt. Deshalb wird er von seinen Mitschülern häufig links liegen gelassen.
Doch bei Luna gibt er so schnell nicht auf und geht langsam auf sie zu. Damit er sich näher herantraut, bauen wir ihm im wahrsten Sinne des Wortes eine Brücke. Statt aus der Hand verfüttert Luca Äpfel aufgespießt auf einem Stock. Luna nähert sich vorsichtig und holt sich mit ihrer langen Zunge den Apfel. Erst einmal auf Abstand bleiben – das kommt Luca und Luna entgegen. Bei jedem weiteren Besuch füttert er Luna mit seinen selbst gesammelten Äpfeln. Zum ersten Mal seit langem befindet er sich in einer selbstgewählten Interaktion. Er fasst Vertrauen und erlebt sich als selbstwirksam. Endlich eine erfolgreiche Kommunikation. Jetzt kann er das positive Erlebnis auf Menschen übertragen.
Unsere tierischen Co-Therapeuten sind keine „Nutztiere“.
Sie werden nicht eingesetzt, sondern mit Bedacht einbezogen – behutsam, in ihrem Tempo, und nur dann, wenn sie bereit sind.
Jede Begegnung mit unseren Klient:innen ist freiwillig. Zeigt ein Tier Unwohlsein oder Desinteresse, darf es sich zurückziehen – ganz selbstverständlich.
Einige Tiere begleiten uns regelmäßig in der tiergestützten Arbeit, andere nur gelegentlich. Doch sie alle bleiben – nicht, weil sie „funktionieren“, sondern weil sie dazugehören.
Sie sind Teil unseres Teams. Und Teil unseres Hofes. Ein Leben lang.
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