Praxiswoche der Fachkraftweiterbildung

Praxiswoche der Fachkraftweiterbildung

Wenn Theorie lebendig wird

Eine intensive, bewegende und unglaublich vielfältige Praxiswoche unserer Fachkraftweiterbildung in der tiergestützten Intervention liegt hinter uns.

Diese Tage auf unserem Bauernhof waren geprägt von Begegnungen, praktischem Arbeiten, fachlichem Austausch und vielen wertvollen Erfahrungen. Für mich ist diese Praxiswoche jedes Jahr ein ganz besonderer Teil der Weiterbildung, weil hier sichtbar wird, wie Theorie, Haltung und Praxis miteinander verschmelzen.

Die ersten Module im Februar, März und April 2026 bildeten das theoretische Fundament der Weiterbildung. Hier beschäftigten wir uns intensiv mit den einzelnen Tierarten, ihrem Lernverhalten, ihrer Kommunikation, ihren Bedürfnissen und ihrer Haltung. Doch mit jeder Woche wurde bei vielen Teilnehmer*innen die Sehnsucht größer, endlich ins praktische Tun zu kommen: endlich raus zu den Tieren, endlich nicht nur über tiergestützte Intervention sprechen, sondern sie erleben. Genau dafür war diese Intensivwoche da.

Gemeinsam verbrachten wir viel Zeit bei den Tieren und lernten sie noch einmal mit einem anderen Blick kennen. Welche Stärken, Fähigkeiten und Talente bringen die einzelnen Tierarten mit? Für welche Klient*innen können sie besonders wertvolle Begleiter sein? Durch Beobachten, Erleben und eigenes Erspüren wurde das in den vergangenen Modulen erworbene Wissen plötzlich greifbar und lebendig. Ergänzt durch kreative Praxiserfahrungen wie Wollverarbeitung und Töpfern füllte sich der eigene Methodenkoffer Schritt für Schritt mit neuen Ideen, praktischen Ansätzen und wertvollen Erfahrungen.

Besonders bereichernd war erneut die Vielfalt der Perspektiven, die unsere Teilnehmer*innen in dieser Woche kennenlernen durften. Jede Referentin und jeder Referent brachte eigene Erfahrungen, Haltungen und Arbeitsfelder mit und zeigte damit, wie unterschiedlich tiergestützte Intervention gelebt und gestaltet werden kann.

Grit Glöckner berichtete von ihrem Weg und ihren TierNatur-gestützten Angeboten auf dem Herzwurzelhof. Georg Schulze-Schilddorf eröffnete Einblicke in die Arbeit im Strafvollzug und machte deutlich, welche Chancen tiergestützte Intervention auch in diesem besonderen Setting bieten kann. Dr. Jessica Fischer erzählte sehr offen von ihrem Weg von der Tiermedizin hin zur tiergestützten Arbeit auf ihrem Bauernhof und regte mit ihren Beiträgen zu Tierauswahl, Verantwortung und Qualzuchten viele wichtige Gedanken an. Selina Tudan gab spannende Einblicke in ihre Tätigkeit mit Fach- und Führungskräften sowie in Auszeit- und Präventionsangebote für Erwachsene.

Darüber hinaus beschäftigten wir uns intensiv mit der praktischen Umsetzung tiergestützter Angebote. Kooperationen, die Gestaltung von Settings und Materialien sowie die Planung von Interventionen waren ebenso Thema wie die Frage, wie aus einer Idee ein stimmiges Angebot entstehen kann und welche Möglichkeiten der Bauernhof als Lern-, Erlebnis- und Entwicklungsraum bereithält.

Was mich besonders berührt hat, war die Offenheit der Gruppe. Das gemeinsame Lernen, das gegenseitige Unterstützen und die Bereitschaft, sich auf neue Erfahrungen einzulassen, machten diese Woche zu etwas ganz Besonderem.

„Erleben – Erproben – Integrieren“ war nicht nur ein Motto, sondern wurde in dieser Woche spürbar gelebt. Denn nachhaltiges Lernen entsteht dort, wo Wissen nicht nur verstanden, sondern erfahren wird. Dort, wo Menschen ausprobieren dürfen. Dort, wo Begegnungen entstehen – mit Tieren, mit anderen Menschen und oft auch mit sich selbst.

Wenn dich die Arbeit mit Tieren ruft

Wenn du beim Lesen gespürt hast, dass dich die Arbeit mit Bauernhoftieren und Menschen berührt, laden wir dich herzlich ein, unsere Weiterbildung näher kennenzulernen.

👉 Beim Infotag am 10. Oktober 2026 erhältst du Einblicke in unsere Haltung, unsere Tiere und den Aufbau der Weiterbildung. Natürlich bleibt auch genügend Zeit für deine Fragen.

Dein Weg in die tiergestützte Arbeit

Wenn du bereits weißt, dass du deine Liebe zu Tieren mit deiner beruflichen Tätigkeit verbinden möchtest, freuen wir uns, dich vielleicht im nächsten Kurs begrüßen zu dürfen.

👉Die nächste Fachkraftweiterbildung startet im Februar 2027.

Hier findest du alle Informationen und die Anmeldung: 

Vielleicht beginnt genau dort auch dein Weg. 💚

Deine Andrea

Auftakt der Fachkraftweiterbildung 2026

Auftakt der Fachkraftweiterbildung 2026

Unser erstes Präsenzmodul: Drei Tage voller Begegnungen, Kreativität und neuer Perspektiven

Am vergangenen Wochenende ist unsere Weiterbildung zur Fachkraft für den Einsatz von Bauernhoftieren in Therapie und Pädagogik in ihr erstes Präsenzmodul gestartet. Gemeinsam mit engagierten Teilnehmerinnen durften wir drei intensive Tage erleben, die fachlichen Input, Selbsterfahrung und praktische Einblicke auf besondere Weise verbunden haben.

Theorie als starkes Fundament

Die ersten beiden Tage wurden von Dr. Rainer Wohlfarth gestaltet. In klarer, wissenschaftlich fundierter Weise führte er die Teilnehmerinnen in die Grundlagen tiergestützter Intervention ein.

🌿Was verstehen wir unter tiergestützter Arbeit?
🌿Welche Wirkmechanismen liegen der Mensch-Tier-Beziehung zugrunde?
🌿Welche ethischen und fachlichen Leitlinien sind unverzichtbar?

Neben historischen Entwicklungen standen vor allem aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse im Mittelpunkt. Schnell wurde deutlich: Tiergestützte Intervention ist weit mehr als „Arbeiten mit Tieren“ – sie braucht Wissen, Reflexion und Professionalität. Dieses Fundament trägt die gesamte Weiterbildung.

Lernen mitten im Leben – auf dem Hof

Doch Theorie allein reicht nicht aus, um das Herz zu berühren und Menschen zu bewegen. Deshalb wurde der Hof selbst zum Seminarraum. Unter der Begleitung von Christine Hamester ging es hinaus zwischen Stall, Weide und Natur. Mit kreativen Methoden, praxisnahen Aufgaben und intensiven Reflexionsphasen erlebten die Teilnehmerinnen, wie tiergestützte Arbeit gestaltet werden kann – so, dass sie Menschen stärkt und berührt. Bewegung, Austausch, gemeinsames Lachen und Nachdenken machten erfahrbar, was später in der eigenen Praxis weitergetragen werden soll.

Ankommen – bei Menschen, Tieren und unserer Haltung

Ein wesentlicher Bestandteil des ersten Moduls war auch das gegenseitige Kennenlernen. Die Teilnehmerinnen erhielten Einblick in unsere Haltung und Arbeitsweise und erkundeten bei einem gemeinsamen Hofrundgang das Gelände.

Stallungen, Weiden und Arbeitsbereiche wurden ebenso einbezogen wie die Begegnungen mit unseren Tieren – Begegnungen, die von Anfang an spürbar machten, worum es in unserer Arbeit geht. Unsere Weiterbildung findet nicht nur im Seminarraum statt, sondern im lebendigen Zusammenspiel von Mensch, Tier und Natur. Der Hof ist Erfahrungsraum, die Tiere sind Beziehungspartner im Lernprozess. Sie ermöglichen echte Begegnung – und genau darin liegt die besondere Qualität dieser Lernumgebung.

Hier verbindet sich wissenschaftlich fundiertes Wissen mit lebendiger Praxis. Kopf, Herz und Hand greifen ineinander.

Wie geht es weiter?

Wer mehr über Inhalte, Aufbau und Haltung unserer Weiterbildung erfahren möchte, ist herzlich eingeladen zu unserem:

📅 Infotag am 09. Mai 2026

Dort geben wir Einblicke, beantworten Fragen und schaffen Raum für persönliche Begegnung. Alle Infos findest du hier: 

Jetzt anmelden zur Weiterbildung für 2027

Und wer bereits spürt, dass die Arbeit mit Tieren und Menschen mehr sein könnte als nur ein Interesse, sondern eine echte Berufung, kann sich schon jetzt einen Platz für den Ausbildungsstart 2027 sichern.

Ankommen – Verbinden – Wachsen 💛

Wir freuen uns auf alle, die diesen Weg mit uns gehen möchten – mit Fachlichkeit, Herz und einem starken Fundament.